Donnerstag, 8. August 2013

Tea Time.


Nur kurz...

Es ist jetzt fast 10 und ich habe mir nach dem Post-holen meine Zeit mit Formulare-kopieren vertrieben.
(Ich bin am Computer im Buero, deswegen kann ich diesmal keine Umlaute schreiben.)
Die Kanzlei ist an diesem Morgen ausgestorben wie noch nie. Ich denke, drei Viertel der Anwaelte sind heute im Gericht oder im Gefaengnis bei Klienten.
Zur Zeit zeigt sich London im schoensten Sonnenlicht mit sehr angenehmen Temperaturen. Morgens kann ich meine Jacke mitnehmen, es ist mittelwarm.

Ich weiss nicht, wie viele von euch das mitbekommen haben, aber zwischenzeitlich hatte ich ein paar Schwierigkeiten mit meinem Nebenjob. Ein Redakteur des deutschen Magazins, fuer das ich arbeite, wollte mir nur ein Drittel des Mindestlohns fuer einen Text dieser Laenge bezahlen und da habe ich protestiert. Wir haben nun ausgemacht, dass der Autor des Artikels den Text kuerzen soll und ich bekomme meine angemessene Verguetung. Das ist ein Deal! London ist so teuer, dass ich den kleinen Nebenverdienst wirklich gut gebrauchen kann, zumal ich meine einzigen, buerotauglichen, flachen Schuhe gestern entsorgen musste, weil ich darin so viel gelaufen bin, dass sie auf Hoehe des Fussballens gerissen und fast auseinandergerissen sind und dazu noch so sehr ausgeleiert sind, dass sie mir beim treppab- oder bergablaufen fast von den Fuessen geploppt sind. Da hier aber momentan richtig toll Sommerschlussverkauf (weshalb auch immer Sommerschluss, es ist ja grade mal Anfang August!?) ist, habe ich mir ein paar guenstige zum zubinden besorgt, die sind schlicht und schick. Ich habe mich nicht getraut, in Sneakers hier aufzukreuzen...

 Gestern, als ich auf dem Heimweg war (eine Dreiviertelstunde spaeter als gewoehnlich..grml..die Tochter des Chefs arbeitet immermal in der Rezeption und hat erst mit der Post begonnen als ich eigentlich schon losgehen sollte) und in der Ubahn stand, wurde ebendiese mit jeder Station, an der wir vorbeifuhren, immer voller. Ich weiss nicht, ob es nur mir so ging, aber ich habe mich irgendwann richtig unwohl gefuehlt, als ich zwischen ein paar Fremden Leuten eingekeilt stand und mich nicht mal mehr im Kreis drehen konnte und irgendwie auch nicht ganz gerade. Wir hatten uns irgendwie so weit aneinandergequetscht, dass alle freien Stellen gefuellt waren und so standen wir ein paar Stationen lang und jedesmal stieg jemand aus oder zwei, und dafuer gefuehlte zehn Leute ein. Auch mein hilfloses "HELLOOOO" hat nichts gebracht und ich wurde mit der Zeit richtig grummelig. Deren Glueck, dass nach circa 7 Minuten nach dem schlimmsten Zustand meine Station zum Aussteigen kam und ich mich aus der Menge nach draussen kaempfen konnte.
Ich habe schon viele volle Ubahnen hier erlebt, vor allem morgens und auch nachmittags, aber das war das Schlimmste bisher.

So. Jetzt werde ich mal schauen, ob ein paar mehr Anwaelte im Buero sind, die mich beschaeftigen koennen!

Alles Liebe.
Ich freue mich so sehr darauf, wenn ich euch alle wiedersehe.

PS: Ich habe im hiesigen Lidl dunkles Sonnenblumenkernbrot gefunden. Lecker!!! Leider ist es abgepackt und schmeckt nicht so toll wie echtes dunkles Brot, aber immerhin. Es ist ein riesen Fortschritt zu dem Weizentoastbrot, was hier gegessen wird.
Mama, Papa, ich wuensche mir euer selbstgebackenes Brot (und davon ganz viel), wenn ich nach Hause komme. :-)

Samstag, 3. August 2013

Ich bin zurück!

Nach einer zweiwöchigen Pause melde ich mich zurück. Es geht mir gut, ich bin zum Glück bis jetzt gesund geblieben und arbeite nun seit 2 Wochen in der Kanzlei in Westminster. Die Kollegen sind nach wie vor freundlich und bemühen sich sehr, mich beschäftigt zu halten, was sich mittlerweile als nicht mehr so leicht herausstellt, da ich, ihrer Meinung nach, zu schnell mit dem fertig bin, was ich aufgetragen bekomme. Oft ziehe ich meine Aufgaben in die Länge, damit ich ihnen nicht auf die Nerven gehe. Das Problem ist, dass diese Kanzlei keine deutschsprachigen Anwälte hat - deshalb auch keine deutschen Klienten, was mich mit meinem Beruf da mehr oder weniger unnötig werden lässt. Und ich muss seit Mitte letzter Woche um jede noch so kleine Aufgabe ringen, sei es auch nur, etwas zu kopieren. Und wenn ich daran denke, dass das noch acht Wochen so gehen soll, dass ich Zeit totschlagen muss, dann wird mir ganz anders.
Aber ich bin zuversichtlich, dass die Kollegen mit von Tag zu Tag mehr zutrauen, wenn ich mich in dieses Rechtszeug erstmal eingegroovt habe (und vor allem auch mal zu mir kommen, wenn sie was brauchen. Ich laufe in der Arbeit so viel, dass sich meine Schuhe langsam aber sicher auflösen.)
Mit meinem kleinen Nebenjob bin ich auch gut dabei - das erste Drittel ist fast komplett und der deutsche Redakteur hat auch schon meine Vergütung mit dem Verlag besprochen. Ich hoffe, dass damit nichts schiefgeht.
Nach nunmehr ein-bisschen-mehr-als  einem Monat ist London bekannt geworden. Ich weiß, welche U-Bahn ich wohin nehmen muss und wo ich die ATM-Automaten zum Geld-abheben und andere nützliche Geschäfte finden kann.
Meinen täglichen Fußmarsch von dem Studentenwohnheim zur U-Bahn, von dort aus zur Poststelle und von der Poststelle zur Arbeit kann ich mittlerweile im Schlaf. Und den Rückweg auch. Aber da stehen die Leute, die Feierabend haben, vor den Pubs im Weg umher, da brauche ich fast doppelt so lange, um zurück zur U-Bahn zu kommen.
Circa am Anfang dieser Woche brach in London eine heftige Gewitterzeit an. Morgens kam ich meist mit nassen Schuhen und Hosenbeinen ins Büro und habe mir erst einmal Tee kochen müssen. Auf dem Rückweg sah man Leute mit ihren Regenschirmen kämpfen, die wegen des Sturms selbstständig machten. Auf den Fußwegen und Straßen waren riesige Pfützen und an den Straßenrändern musste man aufpassen, nicht von vorbeirauschenden Autos/LKWs/Bussen nassgespritzt zu werden.
Mir gefiel das alles sehr, denn die andauernde Hitze und Dürre hat mir manches mal schon richtig zugesetzt und den Kollegen tat das heiße Wetter auch nicht sonderlich gut, weil es einfach ungewöhnlich heiß war. Jemand meinte, so eine Hitze gab es in London seit circa einer Dekade nicht (aber wie ich von Mama heute am Telefon erfahren habe, wird Deutschland ja auch gut gekocht. Es tut mir so leid!)
Donnerstag und Freitag war es dann wieder richtig heiß und man hat die brütende Hitze im Nacken richtig gemerkt, furchtbar! (Dank sei der Klimaanlage im Büro!)
Heute war ich mit Danila, meiner Zimmergenossin, in der Oxford Street unterwegs, was angenehm war, weil es heute nicht zu heiß und nicht zu kalt war. Wir haben übrigens eine neue Nebennachbarin. Sie heißt Nicole und ist auch aus Italien, was dazu führt, dass sie und Danila munter italienisch quasseln und Danila, wenn sie möchte, hinterher erzählt, worüber sie geredet haben. Nicoles Englisch ist noch schlechter als das von Danila und sie spricht deshalb eigentlich erst gar nicht richtig Englisch, aber ich probiere immermal, ihr etwas zu entlocken.
Ein Glück ist heute erst Samstag, und nicht Sonntag. Ich kann meine Wochenenden nun auch noch besser genießen, weil ich weiß, dass ich weder etwas lernen, noch mich für irgendein Referat oder sonstiges vorbereiten muss. Die Übersetzungsarbeit mache ich unter der Woche nach der Arbeit oder in der Pause.

Ich hoffe, ihr genießt euer Wochenende genauso wie ich und wünsche euch nur das Beste!

PS: Ich habe heute dunkles Brot im Lidl gefunden! Juhu!!

Samstag, 20. Juli 2013

Nach Regen kommt Sonne.

Guten Morgen!

Es hat sich in den letzten Tagen viel positives für mich aufgetan: Ich habe eine Praktikumsstelle bei einer Rechtsanwaltskanzlei in der City of Westminster bekommen. "Harding Mitchell Solicitors heißt sie und die nächsten 10 Wochen werde ich dort versuchen, die Chefsekretärin, Dyonne, zu unterstützen, so gut ich kann. Das Büro ist in einer guten Gegend gelegen und unten sitzt sogar ein Portier (hoffentlich muss ich mich jetzt nicht jeden Tag dort an- und abmelden, sondern bekomme einen Pass). Die Station Marble Arch, an der ich dort aussteige, liegt glücklicherweise auf der Central Line, die auch in Bethnal Green, an meiner Station, hält. Kein Umsteigen mehr! (Die Underground-Bahnhöfe sind einfach viel zu groß...)
Montagmorgen um 9 geht's los.
Chris, mein Vermittler bei TWIN, hat sogar noch ein Jobangebot für mich gefunden, das ich direkt angenommen habe: eine Übersetzungsarbeit. Ein fünfzehnseitiger Artikel über Modellflugzeuge soll ins Deutsche übersetzt werden. Der Autor des Artikels war hocherfreut, als ich mich an ihn gewendet und ihm gesagt habe, dass ich den Job gerne machen würde. Meine erste Übersetzungsarbeit mit Vergütung, ich bin sehr glücklich darüber. Und das Gute ist, dass der Autor (er heißt Nick und wohnt in Surrey) auch meinte, dass ich sogar mehr als diesen einen Artikel übersetzen kann, wenn ich möchte und wenn es geht, diese Arbeit auch fortsetzen könnte, wenn ich zurück in Deutschland bin. 
Für diesen Artikel habe ich zwei Wochen angesetzt, weil die Vokabeln nicht einfach sind und ich sicherstellen will, dass wirklich alles korrekt übersetzt ist. Nun muss ich noch die Antwort vom deutschen Chefredakteur des Magazins abwarten. Nick schrieb mir, ich solle mich noch zusätzlich an ihn wenden, um mit ihm die Einzelheiten zur Vergütung und alles andere wichtige zu besprechen.

Ich bin sehr, sehr froh über die Entwicklung der letzten Tage und denke, dass ich am Ende doch zufrieden aus diesem ganzen Auslandsprojekt gehen werde.

Danila, meine italienische Mitbewohnerin, hat mir gestern ein Mandelcremecroissant von der Arbeit mitgebracht, das werde ich jetzt frühstücken.

Alles Liebe + sonnige Grüße!

Montag, 15. Juli 2013

Herbe Enttäuschung

Pünktlich um fünf vor 3 stand ich heute bei Pearl Linguistics am Tresen der Rezeption und bat (mit etwas sprachfehlerbedingten Schwierigkeiten) um ein Gespräch mit dem Chef. Nach fünf Minuten warten und bangen (lange war ich nicht so nervös) wurde ich in den Konferenzraum gebeten. Der Chef heißt Tarun, ist Inder, aber scheint aus England zu stammen, weil sein Britisch perfekt und akzentfrei klang. Ich erzählte, etwas holprig, ein paar Sachen über mich, was er aber allem Anschein nach nicht weiter schlimm fand. Ich habe ihm dann auch direkt von meinem Sprachproblem berichtet und das hat er vollkommen locker aufgenommen. Dann erzählte er über das Übersetzungsunternehmen, alles lief absolut angenehm und freundlich.  (Mittlerweile habe ich mich auch daran gewöhnt, dass die Engländer mich ILAISAE - /ɪˈlʌɪzə/ - nennen.)
Ich habe ihn gefragt, ob ich auch Telefondienst machen muss, aber das machen Praktikanten in seinem Unternehmen anscheinend grundsätzlich nicht und außerdem will er mir keine Arbeit auferlegen, mit der ich mich nicht wohlfühle. Super! So einen Chef wünscht man sich.
Aber dann erzählte er mir, dass er momentan so viele Praktikanten im Büro hat, dass er nicht mal einen Computer für mich frei hätte und dass ich frühestens am 1. September bei ihm anfangen und dann für 10 Wochen (oder mehr) dort arbeiten könnte. Eine Verlängerung kommt für mich allerdings nicht infrage.
Ich hatte gehofft, dass es nach der Wohnheim-Enttäuschung ein wenig besser laufen würde...
Nun hab ich morgen nachmittag ein Termin bei meinem Twin-Sachbearbeiter und warte und bange und hoffe, dass sich etwas Neues für mich auftut. 
Enttäuschend ist das schon. Die ganze Planung von Twin läuft schief, es klappt einfach mal so gar nichts. Ich frage mich, warum sie mich überhaupt erst zu einem Gespräch schicken, wenn es dort schon seit Wochen überfüllt ist... Komischerweise bin ich nicht die erste, die Probleme mit dem Praktikumsplatz hat. Andere haben noch immer keinen bekommen und dümpeln vor sich hin, andere haben das Vorstellungsgespräch gut gemeistert, wurden aber dennoch abgelehnt. (Denn beim Seminar haben die deutschen Veranstalter uns gesagt, dass die geplanten Unternehmen, bei denen wir unsere Praktika machen, schon zugesagt haben und dass die Gespräche mehr "Kennenlerngespräche" darstellen. Denkste.)
Für mich steht fest: ein zweites Mal verreise ich mit dieser Organisation nicht.
Als ich das Gebäude wieder verließ, in Richtung Ubahnstation lief und kurz Halt machte, um mich bei Mara und Janina zu melden, stoppte ein Schwarzer in Anzug neben mir und fragte, ob alles okay sei. Ich wollte ihm jetzt nicht die ganze Geschichte von meinem Praktikumsplatz erzählen und habe ihm gesagt, dass alles alles in Ordnung ist, woraufhin er sich nett verabschiedete und weiterging.
Ich mochte das Viertel, wo meine Arbeit gewesen wäre.

Sonntag, 14. Juli 2013

Das halbe Touriprogramm.

Gestern war ich mit Zeynep, einer Freundin aus der Fachschule, im Zentrum unterwegs. Sie wollte mit mir das Touri-Programm durchziehen, auch wenn der Wetterdienst mind. 30 Grad, starke Hitzewelle und Warnstufe 3 verkündet hat.
Unsere Route war:
Tower Hill - Tower Bridge - an der Themse entlang bis zur City Hall, London Bridge City Pier bis zur Underground Station London Bridge - Fahrt zur Station Westminster - Big Ben - Parliament of the UK - (McDonalds) - Buckingham Palace - Green Park.
Es ist zwar nicht das ganze Programm, aber mit diesen Temperaturen war einfach nicht mehr zu schaffen. Und hier kommen auch schon die Bilder:

(Tätätä!)
 London Bridge


Themse-Ufer




 gegenüberliegendes Themse-Ufer





London-Bridge


Big Ben


Parliament of the UK



Westminster Abbey


Buckingham Palace




Green Park 




Charing Cross Station / Trafalgar Square





Morgen bricht die letzte College-Woche an. Zum Abschied einiger anderer haben wir am Freitag spontan ein Gruppenbild gemacht. In der Mitte ist meine Lehrerin Nyanda. Sie kommt aus Jamaika, ist klein und laut, aber herzallerliebst und eine tolle Lehrerin.



In unserem Kurs kommen viele aus Italien, Spanien und Deutschland. Aber auch aus Russland, Usbekistan, Griechenland, Brasilien, der Türkei, der Slowakei und Neuguinea.
Eine buntgemischte Truppe! Aber da alle auf dem relativ gleichen Sprachniveau sind, können wir uns gut verständigen, austauschen, diskutieren, ... Einziges Manko ist: Wir sind zu viele. Hier auf dem Foto fehlen einige, aber wir waren über eine kleine Weile 22 Leute und da fällt das Lernen etwas schwer.
Morgen ist mein Vorstellungsgespräch. Wünscht mir Glück!


Alles Gute, ich vermisse Euch sehr...!

Dienstag, 9. Juli 2013

Tag 11!

Die erste Woche ist vorüber, es ist zu warm, um sich draußen aufzuhalten und das Internet ist gerade gut - eine gute Gelegenheit, um einen Beitrag zu schreiben.

In den letzten paar Tagen ist eigentlich nicht viel losgewesen, aber gerade genug, um etwas davon erzählen zu wollen.
Am letzten Freitag habe ich Familie Steffen getroffen. Das war wunderbar, wir haben uns austauschen können, waren im Hyde Park spazieren und sind in einem Pub essen gegangen! Von dort aus liefen wir die lange, mit Großbritannien-Flaggen gesäumte Straße in Richtung Buckingham Palace. Die Queen und ihre Familie lebt ganz schön! Der Palast ist wunderschön und sehr viel größer als ich ihn mir vorgestellt hatte. 
Bilder folgen, wenn ich wieder dort bin - was recht bald sein wird!
Theresa und ich haben uns dann abends noch in den Green Park - den Park, der vor/neben dem Buckingham Palace liegt - gesetzt und sind später noch weiter ins Szeneviertel in Richtung Charing Cross zum Trafalgar Square, wo viele Theater stehen und sich Pubs, Clubs und Bars aneinanderreihen. 
In London ist ein verbreitetes Phänomen, das habe ich an dem Tag wieder erlebt, dass die Leute einen Drink bestellen und sich dann nach draußen stellen. So kommt es vor, dass die Kneipe an sich fast leer ist und sich eine riesige Menschentraube vor der Tür tummelt. Und das machen nicht nur Raucher so, sondern auch die, die nicht rauchen. Der Sinn muss sich mir noch erschließen... Ich dachte erst, es wäre drinnen zu laut oder zu warm, was zwar auf einige, aber längst nicht auf alle zutrifft.

Mir fällt gerade auf, dass ich euch noch gar nicht mein Zimmer gezeigt habe. Hier ist es:



Solange ich hier drin alleine bleibe, gehts auch. In der Nacht von Samstag zu Sonntag habe ich eine neue Nebenan-Mitbewohnerin bekommen. Sie kommt aus Russland, etwa in meinem Alter, freundlich und putzt gern. Bevor ich sie fragen konnte, ob wir am Sonntag eine Putz-Action starten wollen, hatte sie noch in der Nacht als sie ankam, alles geputzt... Dabei wäre das gar nicht ihre, sondern die Sache der Vermieter gewesen, dass der Schimmel wegkommt und die Reste der Vormieter entsorgt werden.
Mittlerweile nutze ich auch die Küche mit (vorher habe ich mich, ganz ehrlich, nicht getraut...) und wir können richtig kochen! Ich habe bisher meist unterwegs oder oben bei den beiden anderen Berlinern Mara und Janina gegessen, mit denen ich gern mal abends einen Film oder, passend zum derzeitigen Wohnort, Sherlock ansehe.

Gestern habe ich auf dem Weg zum College und zurück aus der DLR-Bahn (vergleichbar mit der deutschen S-Bahn) ein paar Bilder von dem Londoner Zentrum und dem Weg nach Lewisham geknipst. Hier sind ein paar Schnappschüsse (die Bahn fährt so schnell!):


Diese Leute stehen an jeder Station und helfen den hilflosen Touristen oder den Blinden, - ist ne tolle Idee, find ich, auch wenn sie sich vermutlich in dieser Saison 'nen Wolf schwitzen.





Hier ist Mara ein bisschen im Bild. Ganz heimlich.











Das sind Wohnhäuser! Ich persönlich fände es ziemlich laut zum Wohnen... 

Alles in allem muss ich aber sagen, dass die Wohnhäuser in London vor allem wie die Häuser im Ligusterweg aus den Harry Potter-Filmen aussehen oder alte Fabrikgebäude sind, mit wunderbar großen Fenstern!
Morgen ist College-Bergfest! Heute morgen habe ich auch meine Freundin Zeynep (aus der Friedrich-List-Schule) getroffen. Sie arbeitet im College im Büro und bleibt (sogar!) bis Dezember. Das war ein großes Hallo, ganz wundervoll.

Bald werde ich mich auch ans Kartenschreiben klemmen, freut euch schon :-)

Gleich koche ich mit den Mädels oben, ich wünsche euch einen tollen Abend!