Sonntag, 14. Juli 2013

Das halbe Touriprogramm.

Gestern war ich mit Zeynep, einer Freundin aus der Fachschule, im Zentrum unterwegs. Sie wollte mit mir das Touri-Programm durchziehen, auch wenn der Wetterdienst mind. 30 Grad, starke Hitzewelle und Warnstufe 3 verkündet hat.
Unsere Route war:
Tower Hill - Tower Bridge - an der Themse entlang bis zur City Hall, London Bridge City Pier bis zur Underground Station London Bridge - Fahrt zur Station Westminster - Big Ben - Parliament of the UK - (McDonalds) - Buckingham Palace - Green Park.
Es ist zwar nicht das ganze Programm, aber mit diesen Temperaturen war einfach nicht mehr zu schaffen. Und hier kommen auch schon die Bilder:

(Tätätä!)
 London Bridge


Themse-Ufer




 gegenüberliegendes Themse-Ufer





London-Bridge


Big Ben


Parliament of the UK



Westminster Abbey


Buckingham Palace




Green Park 




Charing Cross Station / Trafalgar Square





Morgen bricht die letzte College-Woche an. Zum Abschied einiger anderer haben wir am Freitag spontan ein Gruppenbild gemacht. In der Mitte ist meine Lehrerin Nyanda. Sie kommt aus Jamaika, ist klein und laut, aber herzallerliebst und eine tolle Lehrerin.



In unserem Kurs kommen viele aus Italien, Spanien und Deutschland. Aber auch aus Russland, Usbekistan, Griechenland, Brasilien, der Türkei, der Slowakei und Neuguinea.
Eine buntgemischte Truppe! Aber da alle auf dem relativ gleichen Sprachniveau sind, können wir uns gut verständigen, austauschen, diskutieren, ... Einziges Manko ist: Wir sind zu viele. Hier auf dem Foto fehlen einige, aber wir waren über eine kleine Weile 22 Leute und da fällt das Lernen etwas schwer.
Morgen ist mein Vorstellungsgespräch. Wünscht mir Glück!


Alles Gute, ich vermisse Euch sehr...!

Dienstag, 9. Juli 2013

Tag 11!

Die erste Woche ist vorüber, es ist zu warm, um sich draußen aufzuhalten und das Internet ist gerade gut - eine gute Gelegenheit, um einen Beitrag zu schreiben.

In den letzten paar Tagen ist eigentlich nicht viel losgewesen, aber gerade genug, um etwas davon erzählen zu wollen.
Am letzten Freitag habe ich Familie Steffen getroffen. Das war wunderbar, wir haben uns austauschen können, waren im Hyde Park spazieren und sind in einem Pub essen gegangen! Von dort aus liefen wir die lange, mit Großbritannien-Flaggen gesäumte Straße in Richtung Buckingham Palace. Die Queen und ihre Familie lebt ganz schön! Der Palast ist wunderschön und sehr viel größer als ich ihn mir vorgestellt hatte. 
Bilder folgen, wenn ich wieder dort bin - was recht bald sein wird!
Theresa und ich haben uns dann abends noch in den Green Park - den Park, der vor/neben dem Buckingham Palace liegt - gesetzt und sind später noch weiter ins Szeneviertel in Richtung Charing Cross zum Trafalgar Square, wo viele Theater stehen und sich Pubs, Clubs und Bars aneinanderreihen. 
In London ist ein verbreitetes Phänomen, das habe ich an dem Tag wieder erlebt, dass die Leute einen Drink bestellen und sich dann nach draußen stellen. So kommt es vor, dass die Kneipe an sich fast leer ist und sich eine riesige Menschentraube vor der Tür tummelt. Und das machen nicht nur Raucher so, sondern auch die, die nicht rauchen. Der Sinn muss sich mir noch erschließen... Ich dachte erst, es wäre drinnen zu laut oder zu warm, was zwar auf einige, aber längst nicht auf alle zutrifft.

Mir fällt gerade auf, dass ich euch noch gar nicht mein Zimmer gezeigt habe. Hier ist es:



Solange ich hier drin alleine bleibe, gehts auch. In der Nacht von Samstag zu Sonntag habe ich eine neue Nebenan-Mitbewohnerin bekommen. Sie kommt aus Russland, etwa in meinem Alter, freundlich und putzt gern. Bevor ich sie fragen konnte, ob wir am Sonntag eine Putz-Action starten wollen, hatte sie noch in der Nacht als sie ankam, alles geputzt... Dabei wäre das gar nicht ihre, sondern die Sache der Vermieter gewesen, dass der Schimmel wegkommt und die Reste der Vormieter entsorgt werden.
Mittlerweile nutze ich auch die Küche mit (vorher habe ich mich, ganz ehrlich, nicht getraut...) und wir können richtig kochen! Ich habe bisher meist unterwegs oder oben bei den beiden anderen Berlinern Mara und Janina gegessen, mit denen ich gern mal abends einen Film oder, passend zum derzeitigen Wohnort, Sherlock ansehe.

Gestern habe ich auf dem Weg zum College und zurück aus der DLR-Bahn (vergleichbar mit der deutschen S-Bahn) ein paar Bilder von dem Londoner Zentrum und dem Weg nach Lewisham geknipst. Hier sind ein paar Schnappschüsse (die Bahn fährt so schnell!):


Diese Leute stehen an jeder Station und helfen den hilflosen Touristen oder den Blinden, - ist ne tolle Idee, find ich, auch wenn sie sich vermutlich in dieser Saison 'nen Wolf schwitzen.





Hier ist Mara ein bisschen im Bild. Ganz heimlich.











Das sind Wohnhäuser! Ich persönlich fände es ziemlich laut zum Wohnen... 

Alles in allem muss ich aber sagen, dass die Wohnhäuser in London vor allem wie die Häuser im Ligusterweg aus den Harry Potter-Filmen aussehen oder alte Fabrikgebäude sind, mit wunderbar großen Fenstern!
Morgen ist College-Bergfest! Heute morgen habe ich auch meine Freundin Zeynep (aus der Friedrich-List-Schule) getroffen. Sie arbeitet im College im Büro und bleibt (sogar!) bis Dezember. Das war ein großes Hallo, ganz wundervoll.

Bald werde ich mich auch ans Kartenschreiben klemmen, freut euch schon :-)

Gleich koche ich mit den Mädels oben, ich wünsche euch einen tollen Abend!


Donnerstag, 4. Juli 2013

Zwischenbilanz

Hallo!

Ich habe mich gestern gar nicht gemeldet...aber es wird wohl noch öfter vorkommen, dass es mal ein oder zwei Tage keinen neuen Eintrag geben wird, denn manchmal (so wie die letzten zwei Tage) passiert außer College und nach Hause kommen einfach nichts. ;-)
Im College war es heute ziemlich stickig und warm, in unserem Raum liefen zwei Ventilatoren und eine Klimaanlage. Trotzdem war es furchtbar warm und alle sind ein wenig vor sich hin vegetiert...
Nachdem wir alle wieder im Wohnheim eingetrudelt sind und ich mich für zwei Stunden hingelegt hatte, war ich heute Abend ein Stockwerk höher bei Mara und Janina (Freundinnen aus Berlin) zum Nudelessen. Das werden wir vermutlich jetzt öfter so machen.

Wir haben nun auch ganz verbindlich unseren Vorstellungsgesprächstermin für die jeweiligen Unternehmen, in denen wir arbeiten werden, erhalten.
Ich muss am 15. Juli um 3 Uhr Ortszeit (16 Uhr in Deutschland) antreten und hoffe auf positive Resonanz seitens der Leute im Übersetzungsbüro.
Es ist alles so aufregend! In Abständen passieren hier so viele spannende Dinge, dass ich eigentlich ständig wegen irgendetwas nervös bin. Aber nach den paar Tagen, in denen ich mich jetzt einleben konnte, kehrt zum Glück so langsam der Alltag ein. Morgen fahre ich zum Lidl, denn bisher reichte es wegen der ereignisreichen Tage nur für Toast mit Aufschnitt oder kalte Käse-Zwiebel-Pastete. Zu allem Übel habe ich mich auch ein wenig erkältet, aber das soll mich nicht weiter stören. :-) Solange es das nur bleibt...

Morgen treffe ich mich mit Familie Steffen zum Essen, wir werden uns vermutlich auf der Mitte treffen. Bin gespannt, was sie so zu erzählen haben!

Ich wünsche euch eine gute Nacht und morgen nach der Arbeit/Uni einen tollen Wochenend-Start!

Dienstag, 2. Juli 2013

Und prompt hab ich mich als Touri geoutet.

Heute hatten wir also zum ersten Mal richtig Unterricht am College.
Ich muss sagen, unser College ist die schönste Einrichtung, die ich bisher gesehen habe. Unten gibt es eine riesige Lobby mit vielen Ecken, wo iman auf Sofas und Sesseln die Zeit verstreichen lassen kann und die Bäder dort sind fast wie in einem Nobelrestaurant. Ein riesiger Raum mit riesigen Waschbecken, Spiegeln, ... alles riesig.
Wir mussten in den zweiten Stock zu unserem Raum, wo uns auch schon eine fröhliche Afroamerikanerin begrüßte. Sie fragte, wer wir seien und mir fiel nur ein: "We are the Germans." - "Aahh oh yes, the Germans, of course" und sie lachte und wedelte mit den Händen und klaubte in ihren Unterlagen umher, um hinter unseren Namen, die wir ihr verraten mussten, ein Häkchen zu setzen.
Sie ist eine nette, relativ junge Lehrerin, die allem Anschein nach in New York aufgewachsen ist - zumindest erzählte sie heute ganz viel von ihrer Kindheit dort - und hier nun glücklich zwischen Schülern und Studenten aus den verschiedensten Ländern Englisch unterrichtet. Ihre erste Regel ist: "Wenn Du in Deiner Muttersprache sprichst, werde ich Dich zu Kleinholz verarbeiten." [If you speak your mother tongue, I will pulverise you.]
Das Thema heute war Essen und wir haben über die verschiedensten Gerichte aus unseren Ländern gesprochen, was wo typisch ist und was uns schmecken könnte, was es in einem anderen Land gibt,... Das war neben dem ergiebigen Hügel an neuen Vokabeln ziemlich interessant - und ich werde bald mal Sellerie mit Erdnussbutter als Dip probieren. Das hat uns unsere Lehrerin ans Herz gelegt.

So sieht übrigens das College aus:


Gleich neben dem College ist ein relativ großer Markt und eine lange Einkaufsstraße. Ich habe auch schon ein Stück Heimat gefunden:


Allerdings wurde mir gesteckt, dass die nicht so toll schmecken sollen. Mal sehen, vielleicht komme ich ja in einer Mittagspause dazu, sie selbst zu "testen". Wie das wohl ankommt, wenn ich plötzlich auf deutsch bestelle?

Nach dem College war ich heute mit drei anderen unterwegs, damit wir uns die Tower Bridge ansehen konnten (dessen Station übrigens nur 3 U-Bahnstationen von Bethnal Green entfernt ist!). Also haben wir uns aufgemacht. Hier ein Bild mit Melitta und Stephan und mir in der Mitte - "fotogen" wie eh und je...nicht.


Bepackt mit der Kameratasche und der Kamera in der Hand sehe ich natürlich aus wie ein Tourist. Und  natürlich habe ich mich auch mit zwischen die Leute gestellt, die jeden Winkel der Brücke knipsen mussten.











Es war der Wahnsinn, über diese Brücke zu laufen! Ich war absolut beeindruckt, wie groß sie doch ist...habe sie mir viel kleiner vorgestellt. Das war das Gelaufe auf jeden Fall wert!
Wir sind dann in Richtung Tower Bridge Station gelaufen. Auf dem Weg gab es eine Stelle, wo noch ein paar alte Häuser stehen und drumherum schon Bürogebäude gebaut wurden. Hier habe ich sogar noch ein Taxi und einen roten Bus einfangen können! Ein richtig doll englisches Foto.



Ich habe doch im ersten Post von den langen Gängen und Rolltreppen erzählt.. ich weiß nicht, ob es nur mir so lang vorkommt, oder ob diese Wege wirklich unnormal lang sind...?



Nun ist es fast dreiviertel 11 und ich muss noch etwas für den Unterricht morgen schreiben.

Deshalb sage ich Tschüss und Gute Nacht und drücke Euch alle aus der Ferne.

Montag, 1. Juli 2013

Nun geht es erst richtig los.

Willkommen zurück! 
- Ein wirklich kurzes Update -

Nach einer weiteren Nacht geht es mir heute wesentlich besser.

Heute morgen waren wir im College, um den Einstufungstest zu machen. Er beinhaltete ca. 50 Multiple-Choice-Fragen, außerdem, einen themenbezogenen Text zu schreiben und der Mitarbeiter im College hat uns immer mal nach vorne geholt um unser sprachliches Können zu testen. Er hat erst nach dem Namen, nach dem Alter, dem Wohnort, dem Geburtsort, der Familie gefragt... aber dann wurden die Fragen richtig seltsam. Da kamen so Fragen wie "Was würdest Du tun, wenn Du 1 Million Pfund hättest?", "Was ist Deine liebste Kindheitserinnerung?" oder "Wie wärst Du wohl vom Wesen her, wenn Du in Großbritannien aufgewachsen wärst, anstatt in Deutschland?" 
Da musste man sich richtig was aus den Fingern saugen, denn das sind ja so Denkrichtungen, über die man im Alltag ja weniger nachdenkt. 
Allem Anschein nach habe ich recht gut abgeschnitten, weil ich mit zwei anderen Berlinern in eine vom Niveau her höher gestufte Gruppe sortiert wurde. Morgen früh geht es los. Hibbel!


Wusstet ihr, dass die Queen auf den Münzen immer so alt ist wie sie im jeweiligen Jahr war, in dem die Münze geprägt wurde? Heißt: je älter die Münze, desto jünger die Queen darauf.
Ich habe in meinem Portemonnaie ein paar schöne Beispiele gefunden:



Wo wir gerade bei der Queen sind: Im Juli soll wohl das Kind von Kate und William geboren werden. Das wird ein Rummel! Bin schon richtig gespannt, wie London (und ganz Britannien) da toben wird.
Vielleicht sollte ich zur Feier des Tages auch einen kleinen Wimpel an mein Fenster klemmen - ist ja ne tolle Sache!

Morgen werden wir das Zentrum besuchen, da gibts dann richtig was zu knipsen. Bilder folgen!

Eine Rabattaktion in einem der Läden in Lewisham, wo unser College ist, habe ich mir ein Originalkochbuch des Britischen Supersternekochs Jamie Oliver besorgt, damit ich daheim in Deutschland weiterhin die Leckereien aus England genießen kann!


Yummi!

Mehr Bilder gibt es heute nicht, ich habe meine Kamera unterwegs nicht mit dabei gehabt.
Aber ich kann noch etwas erzählen. Das U-Bahn-System in London.... Dagegen ist Berlin wirklich nichts.
Wir mussten auf dem Weg zum College einmal vom Bus in die Bahn umsteigen und waren an einer Station, die da heißt "Bank-Monument-Station".. Wir haben knapp 7 Minuten gebraucht, um von oben bis nach ganz unten zu hetzen. Es ist alles so riesig hier! Die Gänge sind unglaublich lang, genauso wie die Rolltreppen. Kein Wunder, dass niemand die Treppen nutzt, die jeweils zwischen den Rolltreppen sind. 

So, auf dass die Internetverbindung nicht mehr bockt! Ich werde mich mal hinlegen, morgen ist ein großer Tag!

Ich wünsch Euch alles Liebe.